Vertrauensseminar

“Vertrauen”
Darum ging es im Seminar am 17.12. auf dem Tullahaus, geleitet von BbBb. Georg Ratz und Klaus Roos.


Zunächst stellte sich die Frage, warum man ein solches Seminar überhaupt brauche. Die Frage beantwortete sich jedoch schnell, als sich herauskristallisierte, dass emotionale Intelligenz sowie Sozialkompetenzen zu den Erfolgsfaktoren für beruflichen Erfolg zählen. Vertrauen ist nicht nur “nice to have”, sondern eine Kernkompetenz, die unabdingbar ist, und es zu verstehen gilt, sofern man lebenstüchtig sein, sowie persönlich und beruflich wachsen will.

Nicht nur auf persönlicher- und beruflicher Ebene spielt Vertrauen eine Rolle. Auch in anderen Bereichen spielt Vertrauen eine Rolle. Was passiert, wenn immer mehr Leute das Vertrauen in die Politik verlieren und Populisten, undemokratische Parteien unterstützen? Können wir KI, selbstständigen Robotern oder autonomen Fahrzeugen vertrauen?

Nachdem über all diese Themen und mehr diskutiert wurde, gab es eine kleine Übung: Rückwärts mit verbundenen Augen vom Tisch in die Arme der anderen fallen lassen. Sowas kostet Überwindung, obwohl man weiß, dass man den anderern vertrauen kann und nichts passieren wird.


Anschließend wurde nach einer Pause die Frage diskutiert, in wen oder was man überhaupt Vertrauen haben sollte. Sollte man Tieren vertrauen? Menschen? Der Familie, Freunden? Was ist mit dem Urvertrauen? Können wir Religionen vertrauen? Dem Staat? Dem Finanzsystem? Was ist mit dem Gefangenendilemma?
Was ist Vertrauen überhaupt? Ein Gefühl? Eine Überzeugung? Was ist das Gegenteil von Vertrauen?
Verschiedene Modelle zum Vertrauensaufbau wurden vorgestellt, anschließend folgte die 2. Übung: ein Spiel, bei dem man sich als Team auf Rot oder Schwarz einigen musste und sich mit den anderen Teams absprechen konnte. Je nachdem, wie viele Rot und wie viele Schwarz gewählt hatten, wurden Punkte verteilt. Sprechen die Teams sich ab und maximieren so den Gewinn gegenüber der Bank? Oder nutzt ein Team das Vertrauen der anderen und maximiert so den eigenen Punktegewinn? Geht es im Spiel darum, als Team die meisten Punkte zu erhalten? Oder geht es darum, dass alle Teams am Ende am meisten haben? Verschiedene Teams verfolgten unterschiedliche Ziele.


Nach zahlreichen Denkanstößen, Diskussionen sowie Experimenten ließen wir den Abend anschließend mit Gesprächen und Pizza ausklingen. Wir bedanken uns sehr bei unseren BbBb. Georg Ratz und Klaus Roos für das spannende Seminar und die tollen Gespräche!
Bastian Fischer Z!